ANGEHÖRIGENGRUPPE IM KLINIKUM FÜNFSEENLAND

Wenn ein nahestehender Mensch psychisch erkrankt,
betrifft das auch Sie

Wir informieren, beziehen Angehörige in das Therapiekonzept ein und bieten mit unserer Angehörigengruppe einen geschützten Raum für Fragen, Austausch und Unterstützung.

für Angehörige

Was bedeutet das für mich?

Eine psychische Erkrankung verändert häufig auch den Alltag
von Familie, Partnern und engen Freunden. Man möchte helfen
und weiß manchmal nicht wie. Man macht sich Sorgen, versteht
bestimmte Reaktionen nicht oder fragt sich, wie es weitergeht
oder wie lange es noch dauert.

Gespräche mit Angehörigen

„Wir behandeln nicht nur ein Krankheitsbild, sondern sehen den Menschen in seinem gesamten Lebensumfeld. Dazu gehören, wo sinnvoll und gewünscht, auch Angehörige, Freunde und vertraute Bezugspersonen – als Teil einer tragfähigen Gesamtbehandlung.“

Verstehen

Was geschieht gerade mit einem Menschen, der mir nahesteht?
Information kann helfen, Erkrankung, Behandlung und bestimmte Verhaltensweisen einzuordnen.

Unterstützen

Was kann ich tun – und wo liegen meine Grenzen?
Angehörige können eine wichtige Stütze sein. Gleichzeitig müssen sie nicht jede Belastung allein auffangen.

Austauschen

Wie erleben andere Angehörige diese Situation?
In der Angehörigengruppe treffen Sie Menschen, die viele Ihrer Fragen und Sorgen kennen. Und vielleicht einen Schritt weiter sind.

Angehörigengruppe im Klinikum Fünfseenland

Hier dürfen auch Ihre Fragen Raum bekommen

Die Erkrankung eines nahestehenden Menschen kann verunsichern, fordern und manchmal auch überfordern. In unserer Angehörigengruppe teilen Sie Erfahrungen. Die Gruppe wird vom Kliniksozialdienst begleitet und moderiert. Einmal pro Quartal nimmt zusätzlich eine Ärztin oder ein Arzt teil und informiert zu verschiedenen psychiatrischen Krankheitsbildern.

Termin

Jeden ersten Dienstag im Monat

Nächster Termin
Dienstag, 3. November 2026

17.00 bis 18.30 Uhr

Manchmal macht die Erfahrung eines
anderen Mut …

Hilfe für Angehörige

Nicht jede Unsicherheit lässt sich mit einer allgemeinen Antwort auflösen. Es kann helfen zu hören, wie andere Angehörige mit einer ähnlichen Situation umgegangen sind.
Vielleicht macht sich jemand Sorgen, weil nach zwei Wochen noch keine erkennbare Veränderung eingetreten ist. Ein anderer Angehöriger hat möglicherweise selbst erlebt, dass Fortschritte erst später sichtbar wurden. Das ist keine medizinische Prognose. Aber eine solche Erfahrung kann helfen, Erwartungen einzuordnen und Geduld aufzubringen.

Der Austausch unter Angehörigen gehört ausdrücklich zum Konzept der Gruppe.

Wenn sich scheinbar nichts verändert

Wie gehen andere mit der Unsicherheit um, wenn eine Behandlung Zeit benötigt?

Wenn Nähe schwierig wird

Was hilft anderen, wenn ein erkrankter Mensch sich zurückzieht, gereizt reagiert oder Unterstützung ablehnt?

Helfen, ohne sich aufzureiben

Wo ziehen andere Angehörige Grenzen? Was hilft ihnen, die eigene Kraft nicht aus den Augen zu verlieren?

Mit Rückschritten umgehen

Wie erleben andere schwierige Phasen? Was hat ihnen geholfen, nicht sofort die Hoffnung zu verlieren?

So werden Angehörige in die Behandlung einbezogen

Die Zusammenarbeit mit Angehörigen kann wertvoll sein. Gleichzeitig schützen klare Regeln die Selbstbestimmung und das Vertrauen der Patientinnen und Patienten.

Der Patientenwille entscheidet

Angehörige werden nur einbezogen, wenn die Patientin oder der Patient dies ausdrücklich möchte.

Schweigepflicht bleibt gewahrt

Ohne Schweigepflichtentbindung gibt die Klinik keine persönlichen Informationen weiter, kann aber immer zuhören.

Wenn Einbeziehung sinnvoll ist

Hält das Behandlungsteam eine Einbeziehung des Patienten in die Gruppe für sinnvoll, spricht es diese Möglichkeit aktiv an.

Gespräche möglichst gemeinsam

Gespräche finden nach Möglichkeit gemeinsam mit Angehörigem, Patienten und Klinikmitarbeiter statt, damit alle Beteiligten dieselben Informationen direkt erhalten.

Anmeldung